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Berichte und Fotos aus Vietnam
Tage 40-42 / 05.02. - 07.02.11
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Good Morning, Vietnam
Nach ca. 20 h Gesamtreisedauer (davon 14,5h reine Flugzeit) mit 3 mal
Umsteigen davon 1 mal komplett (incl. komplettem Gepäck) den Flughafen in Ho-Chi-Minh-Stadt
gewechselt (hier sollte nach Flugticket nur ein techn. Zwischenstop sein, aber es ging dann
vom internationalen Airport zum nationalen Airport), 1 mal neue Boardingkarten in Sydney geholt
(da wir die Airline hier gewechselt haben), 1 ner Sprengstoffuntersuchung (diesmal bei der
extrem gefährlichen Anja) sind wir wohlbehalten in Hanoi angekommen. Selbst das Gepäck war da!
Am Flughafen holte uns auch wie per mail vereinbart jemand vom Hotel ab.
Die Umsteigerrei in Ho-Chi-Minh-Stadt war so organisiert, dass die Leute die einen Weiterflug nach
Hanoi hatten, mit einem pinkem Transitaufkleber gekennzeichnet wurden und anschließend wurde man
von Flughafenpersonal mit Transit-Schildern, durch den Flughafen an die
jeweiligen Stationen, Gepäckausgabe, Passkontrolle Auschecken, zum Bus, Passkontrolle Einchecken geleitet.
Die Kontrolle das man auch alle Transitreisenden erwischt hat
erfolgte mit Namenslisten. An jeder Station, selbst beim Boarding, wurde die jeweiligen Namen
von den Listen per Hand gestrichen.
Die nächsten 2 Tagen nutzen wir um die weiteren Reisepunkte zu Organisiern und uns Hanoi anzuschauen.
Da gerade das Tet-Fest im vollem Gange ist (Neujahr in Vietnam, 1 Woche Feiertag) sind viele Läden zu.
Es ist aber trotzdem genug los in der Stadt. Alle Dinge des täglichen Bedarfs können gekauft werden.
Die Hotels und die Kneipen in der Altstadt haben meistens auch alle auf.
Leider hatten die meisten Elektroläden zu und ich konnte meinen kaputten Camcorder nicht ersetzten.
Das Hauptverkehrsmittel in Hanoi ist ein motorisiertes Zweirand mit Hupe.
Jeder Vietnamesse hat eins und fährt damit auch rum. Mal allein, oder zu zweit, dann zu dritt,
4 re passen auch drauf. Das Moped ist das Transportmittel Nr. 1. Wo bei uns ein LKW oder minds.
ein Kombi notwendig ist, wird hier das Moped genommen.
Die Strassen sind vollgstopft von Mopeds.
Dann wird nicht gebremst sondern es wird gehupt und man fährt nen bissel rüber, oder auch nicht
(dann wird weitergehupt). Das überqueren der Strassen war am Anfang ziemlich nervenaufreibend weil
wir immer warten wollten bis so halbwegs frei ist. Das gibts hier aber nicht. Also losgelaufen und die
Mopeds weichen dann schon aus. Das hat immer geklappt (die Einheimischen machen das genau so).
Geparkt wird auf dem Gehweg oder der Gehweg ist in wiklichkeit der Parkplatz. Ganz genau ist das irgendwie nicht zu definieren.
Beim Gang durch die Altstadt fühlt man sich ins vorige Jahrhundert zurückversetzt. Das Leben
spielt sich komplett auf der Strasse ab. An jeder Ecke brutzelt oder köchelt (haupsächlich
leckerste Suppen) von früh bis spät was vor sich hin. Eine Suppe haben wir dann auch probiern müssen denn das hat überall
so gut gerochen und nach 4 h rumlaufen hatten wir auch ein kleines Hüngerchen. Also auf die kleinen
Plasthocker gesetzt und mitten auf der Strasse mit den Vietnamessen ne Suppe mit Stäbchen und
Löffen geschlürft.
Wenn man so durch die Strassen läuft kommt man sich vor wie
in einem großem Einkaufscentrum. Jede Strasse ist ne andere Abteilung. In der einen Abteilung/Strasse
gibt es nur Obst und Gemüsse, in der nächsten nur Fleisch und Fisch, in einer anderen nur Spielzeug,
in der nächsten nur Gewürze, um die Kurve rum gibts dann alles für den Heimwerker usw. Und die
Einkaufswagen sind die Mopeds.
Den Einkauf wird auch direkt vom Moped aus erledigt. Da steigt keiner ab!
Hier kann alles gekauft werden, selbst große schwarze Kröten lagen im Netz rum un ham gezappelt.
Ausserhalb der Altstadt gehts was die Strassenmärkte betrifft nen bissel ruhiger zu, aber dafür fahrn
hier auf den größeren Strassen auch mehr Mopeds.
Was die Atemluft angeht so schützen sich viele Vietnamessen mit einem Mundschutz, was auf jeden
Fall was bringt. Wer hier lebt kann nich alt werden. Dauersmog. Die Sonne haben wir in den 2 Tagen
nicht gesehen. Alles war wie unter einer großen Glocke.
In einer Seitengasse habe ich dann doch mal wohl etwas zu neugierig in eine Art Wohnzimmer gelunst,
gleich kamen 3 Vietnamessen an und wünschten mir ein Happy New Year und ich sollte auch gleich
mit Ihnen anstoßen. Der eine stammelte was von Happy Wein (die 3 waren voll wie 10 Russen)
und schon hat ich ein Glas von einem der Vietnamessen in der Hand der andere goß aus einer mir
irgendwie bekannten Flasche ein. Ich noch ein prüfenden Blick auf die Flasche, und es war guter
Jonny Walker 40 %. Also das is dann hier Happy Wein. Na dann Prost. Das Zeug auf ex hintergeschüttet
und mich fix bedankt und wieder weiter, eh wir hier noch versacken.
Wir haben dann noch einen Abstecher zum Museum von Onkel Ho gemacht. Ein großer Bau in dem
die Anfänge Vietnams ab der Franz. Kolonialzeit bis heute dargestellt sind.
Hier ist zu beachten, das es nicht gestattet ist Hand in Hand rumzulaufen.
Entsprechende Schilder machen einen darauf aufmerksam.
Den Roten Fluss haben wir auch angeschaut, aber ausser ein paar rostigen Känen,
Abwasser welches einfach so hier reinfließt, ner Menge Müll der rumlag und 3 Angler die
hier in der Brühe angelten war nix los. Richtig Rot war der Fluss auch nicht. Vielleicht
lags am trüben Wetter.
Bemerkenswert war noch das an fast jedem Haus und auf öffentlichen Plätzen rote Fahnen mit
Stern oder Hammer und Sichel angebracht waren. Offiziell ist hier zwar Sozialismus aber davon haben
wir bis dato nichts so richtig gemerkt. Die Leute können, was die Waren für den täglichen
Bedarf sind und was Elektronik und Klamotten angeht, alles kaufen. Wies im Baugewerbe aussieht und außerhalb
Hanois können wir nicht beurteilen. Die Polizei ist zwar hin und wieder zu sehen, aber steht mehr oder weniger
unaufällige in den Ecken oder trinkt Kaffee und schwatzt mit den Leuten.
Unsere weitere Reisrouten haben wir dann auch festgezurrt. Die Touren in die Berge nach Sa Pa (Nordvietnam)
sowie in die HaLong Bucht mit Abstecher auf die Cat-Bat Insel haben wir über das Hotel,
wo wir gerade sind, gebucht. Das hat den Vorteil, das man sich nicht mit 10 verschieden Zugfahrten und
nochmals jeweils 10 verschiedenen Sitzplatz bzw. Schlafwagenkategorien und nur vietnamesich sprechenden
Personal befassen muss und damit mehr Zeit hat, in der Stadt was anzuschauen. Auch kann so das Hauptgepäck
im Hotel beleiben und wir reisen nur mit kleinem Tagesrucksack.
Bei
Ethnictravel
haben wir dann auch die restliche Tage (18 an der Zahl) gebucht. Wir haben dadurch mind. 4 Tage
gewonnen welche man sonst mit Fahrten und Zwischenübernachtungen vermehrt hätte um sich in den
jeweiligen Orten einen neuen Plan zu machen (alle Ticktets für Züge und Bus
sind mind. 1-2 Tage im vorraus zu buchen sonst gibts keine Plätze). Und in diesen 4 Tagen können wir
2 Stationen/Regionen mehr mitnehmen und angucken.
Wir haben denen von Ethnictravel gesagt wo wir hin wollen und wieviel Zeit wir am
jeweiligem Ort verbringen wollen und dann wurde die Tour zusammengebastelt so wie wir`s haben wolln.
Mal sehn ob das funktioniert.
Umrechnungskurs: 1 Dong = 0,000037 Euro oder besser ca. 240000 Dong = 1 Euro.
Da ist permantes Kopfrechnen angesagt.
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Tage 43-45 / 08.02. - 10.02.11
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Halong Bay und Cat-Ba-Island
Es geht früh`s um 8:00 Uhr los. Wir werden mit einem Kleinbus für 10 Personen am Hotel abgeholt
und der wird auch mit 10 Personen vollgemacht.
Die wilde Fahrt über Land dauert dann so 3 h. Stopp für alle Busse mit
Ziel Halong Bucht ist in einem Vorzeigebetrieb wo relativ
junge Leute Sticken und Nähen und das dann verkauft wird. Wie bei so ner Kaffeefahrt, vorne rein
in den Laden und hinten wieder raus aus dem Laden. Mir haben 20 min draussen gewartet dann gings
weiter. Die Fahrt geht an sehr vielen realtiv neuen Fabriken vorbei. Hier hat z. B. Canon nen Werk,
und diverse Klamottenhersteller.
Im Hafen von Halong Stadt sind wir nicht die einzigen die auf ein Schiff wollen. Welch wunder!
So ca. 150 große und kleine Dschunken liegen hier und warten auf Turis. Dem entspechend viele
Leute stehen auch rum und warten darauf das es los geht.
Nach dem der Guide alle Formalitäten erledigt hat, fahren wir mit einem kleinem Zubringerboot auf die
Halong Phoenix Cruiser. Ein Holzschiff mit 15 Kabinen und noch relativ neu (Baujahr 2008).
Es kommen dann noch 20 andere Leute, so das wir 30 Leute auf dem Boot sind. Aber es geht.
Das Boot ist groß genug um sich auch mal alleine irgendwo hinzusetzten.
Wir fahren ca. ne 1h bis zu hunderten steil aufragenden kleinen Insel/Felsen, machen nen Stopp
und werden zu einer rießigen Höhle auf einer der Insel gefahren. Nach deren Besichtigung
gehts Schnurstracks weiter mit Programmpunkt 1h Kajak durch die Holong Bay.
Da das Wasser hier extrem ruhig ist macht die Paddeltour richtig Spass. Vorbei an den schwimmenden
Dörfern und einigen Felsen geht`s ne Runde durch die Bucht.
Das Wetter ist so lala, nen bissel diesig aber trotzdem Warm. Nur die Sonne macht sich nen bissel
rar. Aber das stand auch so im Reiseführer.
Wieder zurück auf dem Boot gibt`s noch nen kleinen Kochkurs - Wie mache ich bzw. Anja richtig
Frühlingsrollen - und dann ist schon Abendessen angesagt.
Das geht hier Zack Zack Zack.
Der nächste Tag ist übersetzten zur Cat-Ba-Island angesagt. Es geht geschmeidiger los. Relaxtes Frühstück, die
Sonnen läßt sich auch mal blicken und auf die Cat-Bat-Island wollen nur noch 6 Leute. So ises OK!
Auf der Insel haben wir ein Resort (wie das klingt) mitten in der Pampa gebucht.
Wir werden mit einem kleinerem Schiff zur Insel gefahren (ca. 1h). Anschließend geht die Fahrt
im Minibus einmal quer über die Insel. Vorbei an Reisbauern (mit Strohhütten auf), Wasserbüffel, Gemüsebeete,
kleinen Dörfern, so richtig wie man sich Vietnam vorstellt.
Die letzten Kilometer sind dann nur noch Feldweg. Das Resort besteht aus großen
Pfahlhäusern aus Holz wobei nur 3 davon für Gäste (jeweils 6 Leute) vorgesehen sind. Das 4 te dient
als offener Speiseraum. Die Anlage ist ziemlich neu (der Guide sagte Sept. 2010).
Es fehlt nur die auf dem Prospekten dargestellen Häusser 5 und 6 und der Pool. Ansonsten stimmt alles.
Das Essen ist ne ware Pracht, eine Gaumenfreude pur. Es gibt mind. immer 3 Gänge, Vorsuppe, dann
Garnellen,Schrimps oder nen kleiner Fisch, dann Huhn oder/und Schwein bzw. Rind,
dazu gedünstetes Gemüsse und zu guter letzt wird noch nen Kilo Reis auf den Tisch gestellt.
Als Nachtisch gibts immer lecker Obst (Mango, Apfel, Melone, Chinesische Birne, Drachenfrucht).
Wir stehen jedesmal gemästet om Tisch auf und schwören uns beim nächsten Essen etwas weniger zu essen.
Das klappt nur irgendwie nich, es ist einfach so lecker.
Unsere Gruppe hat sich mitlerweile auf 4 Leute reduziert. So viele sind wir dann auch in der Ferienanlage.
Programmpunkte hier sind 1 Baum Pflanzen (das hätten mir dann schon mal :-)), ungeplanter Abstecher
in einen kleinen Tempel, Gang durch das Dorf und zum Strand.
Am nächsten Tag 8:00 Uhr gehts wieder mit nem kleinem Schiff zurück zum großem Schiff. Von dort gehts dann wieder zurück
nach Halong Stadt und weiter im Minibus zurück nach Hanoi.
Gegen 16:00 Uhr hat uns Hanoi wieder und wir merken gleich das das große Tet-Fest vorbei ist.
Es fahren noch mehr Leute mit dem Moped rum und fast alle Läden haben auf. Ein einzig riesiges gewürsche und
gehupe.
Am Abend so gegen 21:15 Uhr gehts dann mit dem Nachtzug im Schlafwagenabteil nach Sa-Pa in den Norden.
Zum Glück hat uns einer vom Hotel zum Zug gebracht. Es war für uns das reinste Chaos. Hunderte
Leute wuselten auf dem Bahnhof, vor den Bahnhof und auf den Gleisen hin und her.
An 3 verschiedenen Stellen mitten in dem Gewühl wurden die Fahrscheine ausgegeben und dann gelocht.
Das Abteil ist dann recht geräumig, ne 4 er Bude mit Doppelstockbetten.
Anja kommt gerade vom Klo und schüttelt nur mit dem Kopf, ich muss dann da ma gucken gehn was es
da so gibt.
Ankunft ist für 5:30 angesagt.
Da hau ich mich jetzte ma lieber hin.
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Tage 46-48 / 11.02. - 13.02.11
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Sa Pa - Vietnams Norden
So, pünktlich 5:30 Uhr ist der Zug in Lao Cai (an der Grenze zu China) angekommen.
Der Zug hat dann die ca. 300 km in rasanter Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h
(dank an meinen Garmin, der macht sein Zeug) auch geschafft. Geschlafen hab ich nicht viel.
Der Zug eiert irgendwie auf den Gleisen hin und her.
Gerade sind die Gleise mit Sicherheit nicht verlegt. Das permanete geschaukel, die Schläge,
die klappernde Tür, das Quitschen, das alles bringt einen um den Schlaf (zumindest mich).
In Lao Cai müssen wir noch durch das Gewühle am Bahnhof zu unseren Bus der uns nach Sa Pa bringt.
Die Fahrt mit dem Bus dauert dann auch nochmal 1 1/2 Stunde. Der Quält sich mit beängstigen 30 km/h
den Berg hoch. Sa Pa liegt immerhin auf 1450 hm und Lao Cai auf ca. 40 hm.
In Sa Pa (von den Franzosen zur Kolonialzeit gegründeter Ferienort in den Bergen mit ca.35 000 Einwohnern)
angekommen checken wir im Royal View Sapa Hotel ein. Das Zimmer, welches wir bekommen,
ist äußerst groß und hat ein einscheiben Panoramafenster auf die umliegenden Berge.
Der höchste Berg Vietnams der Fan Si Pan mit 3143 hm ist auch andeutungsweiße zu sehen
(die Wolken ärgern uns wieder).
Der Berg ist nur 19 km von Sa Pa entfernt. Eine Tour dauert nach Reiseführer mind. 3 Tage und
weil es keine Hütten gibt muss Zelt, Kocher, Essen etc. mitgeschleppt werden. Und da der Februar
sowieso der kälteste Monat in Sa Pa ist und der Fan Si Pan nur vom Mitte Oktober bis Mitte Dezember
und im März bestiegen werden sollte haben wir den Berg erst gar nicht in Erwägung gezogen.
Um 9:30 beginnt dann auch eine kleine 2-stündige Tour, mit unserem Guide Chu (einem 16 jährigen
Mädel von einem der Bergvölker) in das Dorf Cat Cat.
Englisch hat sie sich auf der Strasse angelernt, da mit 13 mit der Schule schluß war und
sie mit Geld verdienen mußte. Das ist hier wohl nicht so unüblich.
Dananch schauen wir uns noch nen bissel die Stadt an und schlendern über die Märkte.
An jeder Ecke wollen Frauen von den Bergvölkern irgendetwas verkaufen (Taschen, Tüscher, Klamotten etc).
Aber mit einem etwas bestimmten lächelnden "No, thank you" geht dann auch jeder seiner Wege.
Wenn man die Frauen auch mal fragt wo Sie herkommen und wie es so geht, dann kommt auch so manches
interesante Gespräch zustande. Oder man sagt auf die Frage: Where do you come from? I come from Sa Pa.
Dann gucken Sie ein bischen komisch, und lächeln und jeder geht seiner Wege.
Am nächsten Tag gehts zu einem Bergdorf, wo wir auch bei einer Einheimischen Familie schlafen.
Das Wetter ist wieder mal perfekt, 13 °C, 95 % Luftfeuchte und 10 m Sicht!!! Schei......e.
Der Weg führt aus Sa Pa erst über die Betonstrasse und biegt dann auf einen Feldweg welcher
durch die Reisfelder führt ab. An jedem Abzweig bzw. Pausenort stehen ne menge Verkäuferinnen
rum und wollen Ihre Sachen an den Mann bringen. Aber mit den üblichen Sätzen lassen Sie sich früher
oder später abwimmeln. 2 Frauen laufen uns jedoch 2 h hinterher und helfen nen bischen beim Weg finden,
zeigen uns wie aus dem Strohähnlichen Fassern ein langer "Faden" gemacht und auf die Hand gewickelt wird.
Am Pausenpunkt wo es Mittag gibt, wollen Sie uns dann doch noch was verkaufen. Un da wir nicht
nur einer, 1 selbstgemachte Tasche abkaufen können muss der anderen auch ne Tasche abgekauft werden.
Sone Tasche kam das Stück ca. 6 Euro. Wir erreichen dann so gegen 14:00 Uhr unser Homestay (so
werden die Unterkünfte bei Einheimischen genannt). Das muss man sich wie ne Hütte auf den
Bergen vorstellen, nur das hier die Leute auch normal wohnen. Geschlafen wird im Matratzenlager und
gekocht wird von der Gastgeberinn auf dem offenem Feuer. Gegessen wird dann zusammen an einem Tisch
und dann wird Fernseh geguckt, und Reisschnapps gedrunken. Es ist fast wie daheme.
Nur das es keine Heizung gibt. Gewärmt wird sich an einer Schüssel in der ne Handvoll Holzkohle vor
sich hinglüht.
Am nächsten Tag gehts zurück nach Sa Pa. In der Nacht hat`s auch noch geregnet. Der Pfad, sofern man das so
nennen kann, geht Querfeldein, an Reisfeldern vorbei (da Winter ist, stehen nur noch die Strunken),
durch Bambuswald und ist immer schön Steil und rutschig. Der braune Schlamm ist wie Schmierseife und
knöcheltief. Nach kurzer Zeit sind wir bis zu den Knien eingesaut. Oberste Prämisse ist,
ja nicht langlegen, die Sauerei kriegen wir sonst so schnell nicht wieder weg.
An allem was rechts und links wächst wird sich festgehalten,
auch wenn es nur kurze Grasbüschel oder so was ähnliches ist. Zu meinem größtem Ärger sind die
ausgetrettenen Stufen immer nur für Größe 38. Ich habe aber Größe 46!!
Nach 10 min schwitzte ich wie ein Affe, und das bei 13 °C und unser 13 kg schweres Gepäck
(Tagesrucksack und wie immer nüscht daraus gebraucht, außer der Zahnbürste)
macht die Sache nicht einfacher.
Für 5 km brauchen wir 2h30min. Kein Wunder das der Ami hier nicht zurecht kam. Der hätte hier nie
gewonnen. An einem Fluss waschen wir erstmal den gröbsten Schlamm runter.
Nach der Anstrengung gehts wieder in das Hotel wo wir für 3h ein Zimmer bekommen und uns Duschen und die
Klamotten nen bissel saubermachen können. Getrocknet werden die Socken und die Hosen an einem Elektroheizer.
Heizkörper gibts hier nicht (obwohl es Nachts auch Frost geben kann).
Dann noch Abendbrot gemacht, mit dem Bus wieder nach Lao Cai gefahren. Von dort
geht der Nachtzug 20:05 Uhr wieder nach Hanoi.
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Tage 51- 55 / 16.02. - 20.02.11
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Hue und Hoi An - Zentralvietnam
Grüße aus
Hue.
Der Zug hatte dann doch fast 2h Verspätung so das wir erst 8:00 Uhr in Hue
eintrafen. Am Bahnhof holte uns unser Guide für die nächsten 4 Tage ab.
Da das Hotel ziemlich belegt war gings gleich vom Bahnhof auf zum 1. Programmpunkt:
Bootstour mit einem Drachenboot auf dem Parfümfluss mit anschließendem Besuch der
Thien Mu Pagoda.
Da wir relativ früh dran sind, sind auch noch wenige Leute unterwegs.
Anschließend ging es gleich
weiter in die Kaiserstadt
The Citadel
. Die Kaiserstadt ist eine Stadt in der Stadt gewesen wo, wie der Name schon
sagt, die verschiedenen Kaiser mit Ihrem Gefolge (bis zu 150 Konkubine - mein lieber "Mann") lebten.
Danach gings für ne halbe Stunde ins Hotel zum einchecken.
Wir staunten nicht schlecht als wir das Hotel und dann unser Zimmer betraten.
Gegenüber unseren letzten Schlafstätten Zug und Homestay war das hier ein richtiger Palast.
Riesige Eingangslobby mit den entsprechenden Hotelpagen. Und das Zimmer erst, 3 große Betten, mein
lieber man für wenn die wohl alle sein solln? Mir reicht doch eins! Naja mir sachen da nicht nein.
Aber wenigstens sind wir offensichlich die jüngsten in dem Palast (offensichtlich hat das Reisebüro
was gutzumachen, bezahlt war nämlich Flug von Hanoi nach Hue und nicht
Nachtzug, aber der Flug war ausgebucht also gings nur mit Zug).
Anschließend gehts zum Mittag und dann zu 2 Grabstätten. Die erste ist das
Mausoleum of King Tu Duc
und die zweite ist das
Mausoleum of King Khai Dinh.
Den Abend haben wir dann frei und schnorcheln durch Hue.
Wir haben für die Tage einen Fahrer und einen Guide. Der Fahrer fährt uns von A zu B und wartet dann
um uns dann zu C zu fahrn.
Der Guide läuft bei A bzw. B .... ca. 10 min mit rum erklärt kurz was in Englisch,
dann läßt er uns alleine rumschnorcheln. So geht das den ganzen Tag, genau wie mir`s brauchen.
Am nächsten Tag ist Fahrradtour angesagt. Es werden Fahrräder (Damenräder mit Korb vorne)
direkt von der Strasse gemietet. Die Räder sind Größe 24. Für Anja genau richtig, bei mir
wirds enge, aber es geht.
Nachdem wir dann die Stadt verlassen haben fahren wir an ewig weiten Reisfelder vorbei und durch kleinen Dörfern
zur Thanh-Toan-Brücke. Das ist eine 235 Jahre alte Holzbrücke wo uns doch glatt von
einer 78 Jahre alten Frau aus der Hand gelesen wurde. Alles wird gut!!! und das für schlappe
40 000 Dong.
Anschließend besuchen wir noch ein Museum wo alte Gerätschaften der Bauern gezeigt werden.
Wobei wir die hier ausgestellten Geräte teilweise noch auf den Feldern in Benutzung gesehen haben.
Aber wir lassen uns die Geräte gerne für 1 Dollar von einer alten Frau vorführen.
Wir zeigen solches Interresse das wir noch zum Tee und zu einer Kostprobe der Zahnpflege auf
Vietnamesich eingeladen werden. Dafür muss ein Teil einer noch grüne Kokosnuss,
ein Blatt von was auch immer, und eine weiße Paste von was auch immer gekaut werden.
Nach ca. 1 Minute kauen ist die Gusche leicht taub. Nach ner weiteren Minute ist die Gusche rot.
Das Mittel soll gut für die Zähen sein, es soll die Zähen stärken. Hätt ich das nur
früher gehabt! Das Taubheitsgefühl geht nach 10 min weg, die rote Farbe hälte ne Viertelstunde
dann ist alles so wie früher.
Bei der Fahrt durch die Dörfer fallen uns die vielen Fischerboote auf mit Rümpfen aus Stahl/Blech.
Unseren Guide darauf angesprochen sagt er, dass die Boote aus den Teilen von abgeschossenen Flugzeugen
gebaut sind. Da warn die Flieger wenigsten für ein was zu nutze.
Mittag gibts dann in ne kleine Garküche direkt am Fluss. Es gibt Muscheln aus dem Fluss in 2
verschiedenen Variationen und kleine gekochte Eier von irgendeinem Vogel.
Die erste Variante Muschelsalat mit Reis und diversen Grünzeug (Bannanenblüten, Lauch etc.).
Wobei wir die Muscheln erst nach Hinweis von unserem Guide finden. Die sind Stecknadelkopfgroß
und schwarz! Die zweite Variante sind gekochte Muscheln mit viel Chili (das war sau scharf)
und Reisfladenbrot mit schwarzem Sesam. Die Muscheln sind jetzt so groß wie Erbsen.
Als Nachtisch gibts ne Süßspeise. Was das genau war weiß ich nicht, jedenfalls wars süß
und hat geschmeckt.
Es fängt dann auch an zu nieseln, aber da wir einmal unterwegs sind, fahrn wir noch
zu einem Dorf wo
Ho Chi Minh
als Kind gelebt haben soll.
Danach gehts schnurstracks zurück nach Hue, in`s Hotel. Unser Guide atmete hörbar auf
als wir die Fahrräder wieder zurückgegeben haben.
Dann noch nen kleinen Stadtbummel hingelegt nen paar Cocktails in ner Kneipe verhaftet,
Abendbrot gegessen und das wars auch schon wieder in Hue. Morgen gehts nach Hoi An.
Ps: Heute haben wir uns auch den Tourenplan in einem Copyshop ausdrucken lassen.
Bis dato hatten wir nur ne mail vom Reisebüro auf dem Laptop und wurden von Guide zu Guide
weitergegeben ohne richtig zu wissen, was bei den jeweiligen Stationen so ansteht.
Das läuft hier alles ohne Zettel und Papierkram.
Die Fahrt nach Hoi An beginnt 8:30 Uhr. Wir müssen unseren Palast verlassen.
Das Wetter zeigt sich mal wieder von der eher trüben Seite, Nieselregen.
Wir fahren auf der 1a immer Richtung Süden. Vorbei an kleinen und großen Dörfern und endlosen
Feldern. Industrie sehen wir kaum noch. Bei Thanh Tam Seaside Resort gehts
kurz an den Lang-Co-Strand. Aber bei dem Wetter ist nicht viel los,
trotzdem sind nervige Händler am Start die irgendwelche Souviniers verkaufen wollen.
Die Ecke scheint ne Standarthaltestelle zu sein für alle die nach Süden bzw. nach Norden fahren.
Weiter gehts über den Wolkenpass. Hier oben stehen noch alte Bunker aus dem Krieg mit den Franzosen
und den Amis rum. Da es immer noch nebelig ist wirkt alles wie ne Geisterkulisse.
Der Pass soll ne Wetterscheide
zwischen Nord und Süd sein sagt unser Reisefüher und der Guide meint in Hoi An
ca. 30 km von hier scheint die Sonne. Das kann ich bei der Wetterlage nicht glauben.
Wieder runter vom Pass machen wir in Da Nang Mittag und besuchen das Cham-Museum.
Hier sind diverse Ausstellungstücke der Cham Kultur aus dem 3. - 15. Jahrhundert ausgestellt welche
von Mitte Vietnam bis Südvietnam mal regiert hat. 100 000 Nachfahren der Chamkultur leben heute noch
in der Gegend von Phan Rang.
Während wir noch im Museum staunen fängt drausen die Sonne an zu scheinen. Ich glaubs ja gar nicht.
Nach dem Museumsbesuch werden den Marmorfabriken direkt bei den Marmorbergen ein Besuch abgestattet (zwischen Da Nang und Hoi An)
danach gehts auf die Marmorberge.
Hier haben Budisten einen Tempel in einer großen Höhle (Hades Cave) im Berg und später dann auch außerhalb
der Höhlen auf den Berg gebaut.
Der Hügel besteht aus Mamorstein und keiner weiß wie der hier her gekommen ist.
Anschließend fahren wir noch in eine Seidenfarm in Hoi An und lassen uns der ganzen Werdegang von Raupe bis
zum fertigen Stoff erklären. Selbstverständlich ist an der Vorführstätte auch ein Laden mit
diversen handgemachten Sachen angeschlossen und hier will was verkauft werden.
Dann fahren wir nur noch zum Hotel und gehen abends kurz durch die Stadt Hoi An und essen in ner
Kneipe Abendbrot.
Hoi An
ist eine Küstenstadt am Südchinesischen Meer in Zentralvietnamist welche als so ziemlich einzige
größere Stadt vom Vietnamkrieg verschont wurde.
Dementsprechend viele alte Häuser (200-400 Jahre) der verschiedenen Epochen stehen hier rum.
Auch eine alte Brücke (Bj. 1593-1595), von den Japaner gebaut, kann angeschaut werden.
Und weil das so ist gibts hier auch ne Menge Touristen. Die Altstadt ist dann welch Wunder ab
18:30 Uhr für den Strassenverkehr gesperrt.
Das ist das erstmal seit 2 Wochen das wir ohne zu gucken über die Strasse bzw. auf der Strasse laufen
können und nichts hupt.
Am Tag 2 (das Wetter ist wieder trüb) in Hoi An fahren wir mit dem Fahrrad zu einer Gemüsefarm.
Hier wächst alles was man sich vorstellen kann.
Wir bekommen eine Strohut und ne Gärtnerjacke und los gehts auf`s Feld. Salat pflanzen!
Ein Bauer zeigt uns wie`s geht und mir müssen dann selber ran.
Zuerst wird das Beet ca. 15 cm tief aufgehackt. In diese Grube kommt dann Seegrass rein (Fluss und Meer
ist gleich um die Ecke). Anschließend
wird wieder zugemacht und glattgeharkt. Jetzt werden mit dem Finger in gleichem! Abstand Löcher in
das Beet gedrückt und in die Löcher werden die Pflanzlinge gesteckt. Anschließen noch schön
gegossen und in 4 Wochen kann geerntet werden. Nur das mir da nicht mehr da sind.
Und weil wir das so gut gemacht haben ist auch eine von der Zeitung (Da Lang Newspaper) da und macht
kräftig Fotos von uns. Die Zeitung muss ich mir irgendwie besorgen. Nur leider wußte die Fotografin
nicht wann Ihr Bericht gedruckt wird.
Nach der Arbeit gabs noch nen Fußbad in warmem Wasser mit Limonengraß.
Anschließend wird auf der Farm noch nen bissel Essen selbstgemacht und zu Mittag gegessen.
Danach radeln wir wieder nach Hoi An und machen 2 h Sightseeing mit dem Guide durch die Stadt.
Wir besichtigen mehrere alte Gebäude und erfahren das zur Regenzeit zwischen Sept. - Nov.
die Strassen für 3-4 Tage bis zu 1 m unter Wasser stehen und trotzdem stehen die alten Holzhäuser
noch.
Die Altstadt ist zudem 1999 zum Unesco Weltkulturerbe erklärt wurden. Da heißt auch hier dann, dass bei
anstehenden Renovierungsarbeiten an Häuseren welche vor der Ernennung zum Weltkulturerbe
umgebaut wurden, wieder auf alt Rückgebaut werden müssen.
Unsere nächste Station ist Da Lat im Zentralen Hochland. Da der Flug nach Da Lat erst morgen gegen
14:30 geht und am Vormittag nichts weiter geplant war entscheiden wir uns kurzerhand frühs noch nach My Son zu den Ruinen der
Tempelstadt
Champa
der Cham zu fahren. Unser Guide organisiert nen Fahrer und kommt selbst auch mit.
Die Ruinen sind die kleine Ausgabe von Angkor Wat in Kambodscha. Es ist ziemlich beindruckend
was im 3.-15. Jahrhundert die Cham mitten im Wald für Tempel errichtet haben.
Bis heute ist nicht geklärt wie die Ziegelsteine beim Bau der Tempel miteinander verbunden wurden.
Es ist bei den Orginalmauern kein Mörtel o. ä. zu sehen und diese Wände sind frei von Moos- bzw. Grasbewuchs.
Nur an Vorsprüngen wo sich Dreck ansammeln konnte und an gerissenen Wänden ist Moos und Gras gewachsen.
Die mit Mörtel restaurierten Mauern sind alle grün vom Moos. So kann mann gut erkennen was alt und neu
ist.
Nur leider wurden im Vietnamkrieg die meisten Tempel von Bomben der Amis zerstört.
Einige Bombenkrater sind heute noch zu sehen. Die werden als Wasserlöcher genutzt.
Wer die Ruienen besuchen will sollte auf jeden Fall vor 8:30 Uhr dort sein. Denn ab 9:00 Uhr kommen
hunderte Touri`s die mit Bussen herangekarrt werden.
Wir waren 8:30 Uhr da und es war perfekt. Wir waren fast die einzigen Leute da.
Nach der Besichtigung gehts die 60 km zum Flughafen von Da Nang. Der Flieger geht pünktlich 14:30 Uhr
nach Da Lat. Ankunft ist ebenso pünktlich 15:50 Uhr.
Raus aus dem Flughafen und wer steht da, Ms Hien, aus dem Büro von Ethnictravel aus Hanoi, bei der
wir die Tour gebucht haben.
Sie meint, dass Sie es uns zu verdanken hat das Sie mal raus aus dem Büro in Hanoi
kommt und Guide sein darf und reiste daher 1h vor uns per Flugzeug aus Hanoi an.
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Tage 56 (Bergfest)- 57 / 21.02. - 22.02.11
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Da Lat - zentrales Hochland
Mit
Da Lat
welches auf 1500 hm liegt sind wir im Zentralen Hochland Vietnams angekommen.
Trotz der Höhe sind die Temperaturen hier ganzjähring frühlingshaft mild. Die Region
ist bekannt für Blumen- und Gemüsseplantagen und aufgrund der milden Temperaturen
ist Da Lat eine einheimische Urlaubsstadt. Bei den Vietnamesen gilt Da Lat als
Hauptstadt der Flitterwochen und Stadt des ewigen Frühlings.
Bei der Fahrt vom Flughafen hoch nach Da Lat
fahren wir durch Nadelwälder und wir fühlen uns gar nicht mehr so weit weg von zu Hause.
Vom Krieg war die Stadt auch nicht betroffen, da es ein stillschweigendes Abkommen zwischen
Nord und Süd gab die Stadt nicht zu beschießen. Der Grund dafür ist ganz simpel.
Funktionäre von Nord und Süd machten hier während des Krieges Urlaub.
Da Lat selbst ist geprägt vom Baustill der Franzosen. An jeder Ecke stehen eleganten Villen
aus der Kolonialzeit rum. Ansonsten scheint man hier sehr viel Wert auf Kitsch zu legen.
Alles was es gibt wird verniedlicht und zur schau gestellt. So kann man mit richtigen prunkvollen
Kutschen sich durch die Stadt fahren lassen. Die Kutscher haben Cowboyhstiefel und Cowboyhütte
wie aus dem wilden Westen an und benehmen sich auch so. Im Tal der Liebe stehen allerei
Figuren aus diversen Filme rum und man kann sich entsprechend verkleiden und fotografieren lassen oder
auch nur die Aussicht auf den See und die Berge genissen.
Am 1. Tag schauen wir uns die Blumengärten von Da Lat, das verückte Haus,
das Tal der Liebe und den Langbiangberg an. Am zweiten Tag wird noch ein budistischen Tempel
(Truc Lam Buddhism Academy auf dem Phuong Hoang Mountain) und der
Prenn Wasserfall mitgenommen.
Das Wetter in Da Lat ist um Welten besser. Sonne scheint, blauer Himmel, so wies sein soll.
Die Blumengärten sind für Vietnamesen so interresant da Vietnamesen nur selten Blumen in ihren
Wohnungen/Häusern zu stehen haben. Blumen sind verhältnissmäßig teuer und die Pflege ist zeitintensiv.
Unser Guide sagte nur, Blumen können wir nicht essen, deswegen schenken wir Blumen zu Hause keine
Beachtung. Das
Verrückte Haus
ist von einer Architektin entworfenes hausähnliches Gebilde. Mann geht
über verschlungene Treppen, Brücken durch höhlenartige Gänge von Raum zu Raum bzw. Hausabschnitt
zu Hausabschnitt. Gerade Kanten gibt es nicht, alles ist rundgelutsch.
Das Haus wird permanet erweitert und jeder Raum kann besichtigt werden.
Auf den Langbiangberg (ca.1950 hm) fahren wir mit einem amerikansichen Jepp aus dem Krieg.
Mann kann den Berg auch hochlaufen, aber es gibt nur die geteerte Strasse als Weg. Dann
fahrn mir lieber hoch. Oben hat man eine schöne Aussicht auf ein paar Seen und das hügelige Umland von
Da Lat. Selbst hier hoben hat der Kitsch nicht haltgemacht. Diverse Schaukeln und Skulpturen stehen rum.
Da wir noch Zeit haben will uns unser Guide noch ein Dorf der Bergvölker zeigen.
Wir machen im Lat-Dorf halt. Hier leben die Leute noch wie vor hundert Jahren.
Die hier lebenden Leute stellen eine Minderheit in Vietnam dar. Sie werden zwar von den Vietnamesen
geduldet aber so richitg will se keiner haben.
Wir können einer Weberinn
bei der Arbeit in Ihrem Haus zugucken. Der Stoff wird aus hunderten Fäden welche verschiedene Farben haben
mit einem Webstuhl hergestellt. Dabei werden je nach Muster einzelne Fäden oben oder unten geführt.
Wies genau funktioniert hab ich nicht geschnallt. Dann können wir uns noch ein Gemeinschaftspfahlhaus
anschauen. Als wir näher kommen hören wir laute Feierstimmen. Man sagt uns drinnen wird gerade
ne Hochzeit gefeiert. Irgendwie kriegt der Bräutigam uns mit und wir dürfen mit rein in das Haus.
Das Haus ist ca. 5 m breit und 15 m lang und ist aus Holz/Brettern. Drinnen wird im halbdunkeln
auf dem Fußboden ordenlich getrunken und gegessen. Einige Leute liegen schon rum un pennen
(es ist 16:00 Uhr).
Ratz fatz kriegen wir ne Schüssel mit Essen und nen Bier (Flaschenbier) hingestellt und wir setzen
uns auf drängen des Bräutigams mit in die Runde auf den Holzboden.
Der Bräutigam kann nen bissel Deutsch denn er war mal für
3 Jahre in Deutschland arbeiten. Da er aber schon ziemlich voll ist verstehn wir nur die Hälfte.
Nach 15 Minuten werden wir wieder aus der Runde rausgeholt (unser Guide hatte sich nach draussen verdrückt).
Das Bier habsch getrunken aber vom Essen haben wir ma lieber nüscht angerührt.
Zum Glück warn die alle schon ziemlich betrunken und es hat sich keiner daran gestört.
Abends laufen wir dann nochmal über den Markt von Da Lat. Hier gibt es Köstlichkeiten wie geröstete
Hühnerbeine und geröstete Vögel mmmmmh...... lecker :-).
Nach dem wir in 1 1/2 Tagen Da Lat so alles für uns interesante angeschaut haben fahren wir über Land
(4h) nach Mui Ne unserem nächsten Stop. Wir machen halt bei dem
budistischen Tempel (Truc Lam Buddhism Academy auf dem Phuong Hoang Mountain) und beim
Prenn Wasserfall. Hier stehen auch 3 Elefanten rum die man mit Zuckerrohr füttern kann und auf
denen man reiten kann.
Auf der Fahrt sehnen wir je nach Höhenlage Drachenfürchte
in allen 3 Reifegraden (Drachenfruchtbaum ohne, mit grüner und roter Frucht). Jeden Meter den wir weiter
runter kommen wirds wärmer und wärmer. Auf Meereshöhe ist es heiß. Wir schauen uns noch ein
Baumwollfeld an.
Die Bauwolle steht auf einem furztrockenen Feld. Es ist schon erstaunlich das
da überhaupt was wächst.
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Tage 58 - 59 / 23.02. - 24.02.11
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Mui Ne - Südliche Zentralküste
Mui Ne
oder besser Mui Ne Beach ist ein Ort direkt am Meer. Hier steht eine Ferienanlage
an der nächsten und es wird weiter kräftig gebaut. Der Fischerort Mui Ne ist noch 5 km weiter.
Wir kommen in einer kleinen Anlage mit ca.12
Bungalows und ner Menge Palmen unter. Zum Meer sind es 30 m zum Pool 20 m.
Das Wetter paßt, 21:00 Uhr noch geschmeidige 27°C.
Nur nen richtigen Strand gibt es aber nicht. Ins Wasser gelangt man über eine Terasse mit
Liegen und Stufen führen dann ins Wasser. Bei Ebbe ist der Strand ca. 1-2 m breit.
Bei Flut ist er weg.
Was weiterhin auffällt ist das alle Speisekarten auch in Russisch übersetzt sind. Wir stellen bald
fest das hier mind. 80% Russen Urlaub machen. Naja mir sin ja nur 1 1/2 Tage hier zum abasseln.
So ganz den ganzen Tag rumliegen können wir dann doch nicht. Gegenüber vom Hotel werden Fahrräder
vermietet.
Also 2 Räder für 6 h gemietet und das für 3 EURO!!!! (insgesamt). Die Räder sind
zwar nur 24 er un der Sattel geht auch nicht richtig raus, aber es wird schon gehn. Große Anstiege
sind nicht zu erwarten. Wir fahren die Strasse runter zur Märchenquelle.
Das ist ein Flüsschen welcher durch die Dünenlandschaft mit sehr interessannten Fels- und Sandformationen
fließt. Man läuft direkt im Flußbett Flussaufwärts und kann so die herrliche Natur geniessen. Rechts
Palmen und links 50 m hohe Sanddünen und Felsformatioen in den Farben rot, gelb und weiß und
mittendrin fließt der Fluss. Sehr interressant.
Wir bleiben ca. 2 h hier und fahren dann weiter ins Fischerdorf Mui Ne.
Im Hafen liegen unzählige bunte Boote und die Fischer fahren mit kreisrunden Korbbooten den
genannt auch Thung-Chai vom Boot an Land oder andersrum. Die runden Boote waren eine Erfindung
der Bevölkerung um die Besteuerung von Schiffen durch die Franzosen während der Kolonialzeit
zu umgehen (Quelle = Wikipedia, nich das ich Ärger bekomme :-)).
Im Dorf ist nichts weiter los, so das wir wieder zurückradeln und uns dann in der Sonne zu aalen.
Am nächsten Tag fahren wir auf dem Weg nach Saigon noch einen Markt in Mui Ne an. Von aussen
gibt es nur einen Eingang von ca. 5 m breite aber drinnen ist der Markt rießig. Es gibt
wieder alles was man sich vorstellen kann und manches was man sich besser nicht vorstellen will.
Dananch noch nen kurzen Abstecher in den Hafen des Fischerdorfs gemacht. Hier gibts kein Kai oder
ähnliches. Die Boote liegen drausen und die Fischer fahren mit ihrem Fang in den Thung-Chai Booten
vom Boot an Land bzw. von Land zum Boot. Anschließend bestaunen wir noch die roten Sanddünen
von Mui Ne. Der Sand ist um 11:00 Uhr schon so heiß das Barfuß laufen beim bestem Willen nicht
geht. Ich muß die Schuhe wieder anziehen.
Anschließend gehts in 5h Fahrt nach Saigon.
Unterwegs machen wir Stop an einer großen Kautschukplantage. Ich wußte gar nicht, dass das in Vietnam
auch gewonnen wird.
30 km vor Saigon geht schon nüscht mehr.
Ein einziges Gewürge von großen Lastern, Bussen, Mopeds und Autos und alle wollen in die gleiche
Richtung das kann nicht gut gehen. Rechts und links der Einfallstrasse werden ne Menge Bagger, Kräne,
Walzen, Laster etc. verkauft oder vermietet. So viele Bagger auf einem Haufen hab ich noch
nie gesehen. Bei jeder Miet- bzw. Verkaufsstation standen so 20-30 Bagger rum. Und Stationen
gab es mind. 30-40. Kein Witz. Ich weiß nicht was die alles bauen wolln oder gebaut haben.
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Tage 60 - 61 / 25.02. - 26.02.11
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Saigon
Good Moorning Saigon
Das Wetter ist perfekt, 33 °C, kein Wind.
Heute ist sightseeing angesagt.
Wir besuchen das Kriegsrestemuseum. Hier stehen vor dem Museum diverse Flugzeuge, Panzer,
Hubschrauber und Kanonen rum. Alles Beutestücke von den Amis. Im Museum werden auf 3 Ebenen
mit einer schokierenden Fotodokumentation die Greultaten der Amis und Franazosen dargestellt.
Des Weiteren werden verschiedene Waffen welche von den Amerikaner im Vietnamkrieg benutz wurden
ausgestellt.
Nach 2h Museumsbesuch haben wir genug von Kriegsbildern. Wir fahren noch zum Wiedervereinigungspalast
bzw. Präsidentenpalast, an die Stelle wo am 30.04.1975 die Panzer der Nordvietnamessen das Gittertor
durchbrochen haben und die Amerikaner endgültig zum Rückzug gezwungen wurden.
Anschließend schauen wir uns noch die Kathrdrale Notre Dame und gleich gegenüber das Hauptpostamt an.
Am nächsten Tag fahren wir Richtung Kambodscha. Kurz vor der Grenze im Ort Tay Ninh besuchen wir
den Großen Cao-Dai-Tempel.
Der Tempel ist das Religonszentrum des Caodaismus. Das ist eine Glaubensrichtung welche die
westliche und östlichen Denkweißen enthält und 1926 entstanden ist. Es gibt 2-3 Mill. Anhänger
Weltweit.
In der Glaubensrichtung sind Elemente von fast allen großen Religionen enthalten
(Christentum, Buddhismus, Islam, Konfuzianismus etc.). Es soll von allen Religonen nur das beste
übernommen wurden sein. Als westliche Geister werden unter andererem Lenin, Shakespeare in
spirituelle Sitzungen angerufen.
Hier wird 4 mal am Tag gebetet (6:00, 12:00, 18:00 und 24:00 Uhr).
Wir sind 12:00 Uhr da und schauen von einer Empore das Mittagsgebet an.
Das Gebet dauert 1h 30 min. Nach 10 min haben wir genug vom Singsang und machen uns vom Acker.
Wann die Leute bei so viel Buse arbeiten ist mir schleierhaft.
Ist dann doch nicht so unsere Wellenlänge. Die Sekte hat mittlerweile 400 Tempel. Die Provinz
Tay Ninh wurde zeitweilige von der Glaubensrichtung als sep. Staat im Staat regiert. Erst 1975
haben die Nordvitnamesen dem Einhalt geboten und die Sekte entpolitisiert.
Heute dürfen die Brüder die Tempel wieder für Ihre Zermonien nutzen.
Nach dem Einblick in diese Glaubensrichtung machen wir uns auf zum realen Leben und
besuchen die Tunnel von Cu-Chi. Das ist ein Tunnelsystem von 250 km Länge welches nur
30-40 km von Saigon entfernt liegt. Bekannt wurden die Tunnel im Vietnamkrieg, da hieraus
diverse Angriffe auf Saigon und die Umgebung gestartet wurden.
Das Gebiet in dem Tunnel angelegt waren wurde vor dem Vietnamkrieg vom Vietcong.
Die Tunnel dienten als Basis
der Vietcong und wurden als Schlafstätte, Wohnstätte der Familien sowie als Komandozentrale
mit Besprechungsräumen, Lazaret, Küche usw. genutzt. Die Tunnel wurden meist in 3 Ebenen gebaut.
Die 1. Ebene war 3 m tief im Erdreich, die 2. Ebene war 6 m tief und die 3. Ebene war bis zu 10 m tief
im Erdreich angelegt.
Bei der Besichtigungstour werden diverse Fallen dargestellt und erklärt. Schon beim Anblick wird
einem schlecht wenn man sich die aufgespießten Körperteile nur vorstellt.
Weiterhin kann ein Original-Einstieg bestaunt und ausprobiert werden. Ich pass nur rein wenn ich mich
in dem rechteckigen Einstig diagonal durch das Loch schiebe. Dann den Deckel über meinen Kopf
drübergeschoben und es ist dunkel wie in einem Bärena....sch. Bei meiner Größe ist jetzt Schluss,
ich kann mich in dem Loch keinen cm Bewegen, geschweige denn auch nur versuchen in den vor und hinter
mir befindlichen Gang schlüpfen. Das ist nur was für Leute mit 1,50 m Körperhöhe und max. 50 kg Gwicht.
Wir können dann noch einen anderen Gang begehen der ca, 1,20 m hoch und 60-80 cm breit ist.
Nach 50 m in dem Gang schwitze ich wie ein Affe und muss raus. Wie die Leute hier über Jahre gelebt haben
ist mir unbegreiflich. Zum Ende des Krieges wurde die Tunnelanlage durch B52 Bomber zum großen Teil
zerstört. Anschließend gehts wieder zurück nach Saigon.
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Tage 62 - 66 / 27.02. - 03.03.11
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Mekong Delta + Phu Quoc Island
Auf, weiter in den Süden ins berühmte Mekong Delta.
Wir fahren die Ausfallstrasse 1A südwestwärts. Je weiter wir aus der Stadt hinauskommen
desto ländlicher wird es. Auf jeden Fall ist nicht so viel Verkehr wie nach Saigon
(die anderen Richtungen) reinwärts.
Das liegt bestimmt auch an der großen 4-spurigen Autobahn welche hier neu gebaut wurde.
Im Ort Cai Lay steuern wir einen Markt an. Den erstaunten Blicken der Leute zufolge kommen
nicht viele Turisten hierher. Der Bereich mit den lebenden bzw. toten Tieren ist schon
wirklich interesant bzw. leicht gewöhnungsbedürfting. Es gibt über Schlangen, diversen Fischen
bis hin zu großen fetten Ratten alles was die Leute hier so in den Kochtopf hauen.
Nachdem wir uns versichert haben (zumindest habens wirs versucht) das die Schlangen
ungiftig sind und nicht beißen haben wir die Schlangen fürn Foto auch mal angefasst.
Nächter Abschnitt = P18
Die Ratten werden einfach am Schwanz gepackt, kurz Schwung geholt und mit dem Kopf vor ne
Stahlkante gehauen.
Den halb leblosen Körpern werden dann mit einer Schere die Pfoten abgeschnitten
sowie das Fell aufgeschnitten.
Anschließend wird den noch zuckenden Körpern das Fell abgezogen.
Die nackten und dann immer noch zuckenden Körper werden dann auf einem Teller zum Verkauf
angeboten. Für die Aktion brauchen die Verkäufer ca. 1:30 min.
Ein Paar große Ratten wird nur vorn Kopp gehauen um dann gleich in einen Beutel beim
Käufer zu landen. Ob das besser ist????
Nach dem Marktbesuch fahren wir zu unserem Homestay im Cai Lay District.
Diesmal ist es eine Familie die in einem fast 100 Jahre altem Gutsherrenhaus wohnt.
Es schlafen wieder mal alle in einem großem Raum weil Innentüren gibt es nicht.
Unser Bett ist eine Art Tischplatte (ca. 70 cm hoch) welche auf 4 Füßen steht.
Darauf kommt ne Matratze und ne dünne Decke (bei 28°C brauchen wir selbst die nicht), und
über das ganze Gebilde wird nen Moskitonetz aufgehängt und fertsch ist.
Vorher fahren wir noch ne Runde Fahrrad. Da es heute sehr heiß ist wird die Tour
von 14:00 Uhr auf 16:00 Uhr verlegt.
Diesmal geht es auf engen Strassen, Wegen bzw. Pisten durch die Landschaft.
Rechts und links vom Weg ist entweder ein kleiner Flusslauf bzw. eine Hecke aus Kakteen.
Bei dem schmalem Weg, den ständigen Verkehr der Mopeds und den wieder
mal zu kleinen Fahrädern ist ein gemütliches rumkucken nicht drin. Wir müssen
permanet aufpassen nicht mit dem Wasser oder den Dornen in Berühung zu kommen.
Unterwegs kommen wir noch an mehreren Zieglbrennerein vorbei. Hier werden per Hand Ziegelsteine
für den Hausbau hergestellt. Erst wird mittels einer kleinen Maschine aus der Ziegelmasse
ein Ziegel geformt. Der kommt dann mit 16 000 anderen in einen Ofen. Hier werden diese dann
20 Tage lang gebrannt. Als Brennmaterial werden die Spelsen vom Reis verwendet. Da diese
relativ zügig verbrennen muss ständig nachgeschaufelt werden. Die Leute arbeiten
hier die 20 Tage im 2 Schichtsystem und verdienen bzw. bekommen 3 Dollar pro Tag.
Für die Knochenarbeit ein erbärmlicher Lohn. Unser Guide sagt das die Leute die hier die 20 Tage
arbeiten aufgrund der Hitze ca. 3 Kilo Gewicht verlieren. Ich frag mich blos wo die 2 kg herkommen sollen.
In der Gegend hier wird auch viel Obst angebaut und und die entsprechenden Bäume dafür gezüchtet.
Am Zweiten Tag im Mekong Delta fahren wir früh um 8:00 Uhr mit Sack und Pack auf einem
kleinem Boot durch die mal großen und mal kleinen Kanäle des Mekongdeltas. Überall
zweigen große oder kleine Kanäle mal rechts oder links ab. Es ist ein einziges Gewirr
von Wasserstrassen. Ob jemand alle kennt wag ich zu bezweifeln.
Das Wasser selber ist ziemlich braun vom aufgewühlten Schlamm und bestimmt auch von dem
Dreck der hier einfach so von den Häusern reinläuft.
Rechts und links wechseln sich Häuser/Hütten (die stehen zur Hälfte auf Stelzen im Wasser)
mit Palmenplantagen und Bootsanleger und diversen Obstbäumen ab.
Wir fahren am schwimmenden Markt von Cai Be vorbei. Es werden alle erdenklichen Früchte
von großen Kähnen auf kleine Kähne verkauft. Die diese dann wiederum zu den Märkten
in die Städte/Dörfer bringen. Die meisten Leute auf den Booten wohnen gleich auf Ihren Booten. Es werden dann
3-4 Boote nebeneinander zusammengebunden und fertsch is ne kleine Insel.
Es wachsen im Delta alle erdenklichen Früchte. Wir zupfen bei einem Stop
hier mal was ab (eine Art ähnlich Litschi) da mal was ab (schmeckt nen bissel wie Apfel),
hier ne Mango und da noch ne Jackfrucht ach und hier haben wir noch ne Papaya ach und
die Pomelo nehmen wir auch noch mit. Die Kokusnüsse und die Ananas lassen wir hängen.
Nach dem Vitaminschock fahren wir weiter durch die Kanäle
und kreuzen auch einen der Hauptströme des Mekongs. Es fahren teilweise große Lastkähne
aus Holz vollbeladen mit Reis oder den Reisspelzen rum. Da Ebbe ist, ist in einem Kanal Stau.
Die großen Kähne halten alle an während die kleinen (wie unser Boot) sich durchschlängelt.
Teilweise ist das Wasser nur Hüpfthoch. An diesen Stellen stehen z.T. Vietnamessen im Wasser
und holen mit Eimern den Schlamm vom Grund. Der Schlamm wird meist als Dünger auf den
Plantagen verwendet. Der Eimmer ist oben und unten offen und wird einfach in den Schlamm gedrückt und
dann wieder rausgezogen.
Unsere Tour endet nach ca.4 1/2 Stunden in Vinh Long. Hier holt uns unser Fahrer wieder ab und wir
fahren zum nächsten Homestay bei Ben Tre. Wir schlafen diesmal mitten
in einer Baumplantage in einer Art Bungalow. Wir befinden uns auf einer ziemlich großen
Insel im Flussdelta.
Nach dem Mittag fahren wir noch für 2h mit dem Rad durch due Gegend. Da hier weniger Mopeds rumfahrn
als gestern können wir die Fahrt durch die diversen Plantagen auch besser geniesen.
In dieser Gegend werden diverse Sträucher und Blumen angebaut bzw. gezüchtet.
Es sieht aus wie in einem großem Gewächshaus. Es stehen Bäume bzw. Sträucher in allen
Entwicklungstatien rum. Meist immer gleich so 100 Stück auf dem Haufem. Als Pflanzerde
wird kleingeraspelte Kokusnusschale vermischt mit den Reisspelzen verwendet.
Also wenns hier kein Reis mehr geben sollten, gibts hier auch nüscht mehr. Reis
ist die Pflanze um die sich so fast alles dreht.
Irgendwann ist die Piste zu ende und wir müssen mit einer ziemlich kleinen alten Fähre
den Kanal passieren. Auf der anderen Seite gehts über Pisten wieder zurück zum Homestay.
Nach der Tour ist noch nen bissel abasseln im Homestay mit anschließendem Abendbrot angesagt.
Es gibt natürlich Fisch.
Die Frauen der Familie bei den wie schlafen zeigen uns dann noch was ein richtig großer Gecko ist.
Wir hören hier auch zum ersten mal die rufe der Gecko`s, es klingt wie Gec........koo.
Am nächsten Tag ist Rückfahrt nach Saigon mit anschließendem Flug um 14:00 Uhr nach
Phu Quoc Island
.
Wir verabschieden uns am Flughafen von Ms. Hien welche uns in den letzten 10 Tagen eine
spitzen und lustige Begleiterin war. Durch Sie konnten wir viel über die Kultur Vietnams erfahren
und auch und einige Wörter Vietnamesich lernen.
Phu Quoc Island eine Insel im Golf von Thailand. Die Insel hat traurige Berühmtheit als Gefängnissinsel erlangt.
Die Franzossen haben hier ganz im Süden der Insel ein Gefängiss gebaut und die Leute in sogenannte
Tigerkäfigen eingespert. Das waren Käfige aus Stacheldraht.
In einem Käfig von ca. 3 m Länge , 1 m Beite und ca. 50 cm Höhe wurden 3-5 politische Gefangene eingesperrt.
Diese Zeiten sind zum Glück vorbei, Die Anlage wird aber immer noch als Gefängniss genutz.
Ansonsten gibt es herrliche Strände auf der Insel. Es wird gesagt das die Insel das Phuket
von morgen sei und in ein paar Jahren ne Menge Turisten herkommen werden. Zur Zeit ist alles noch
sehr entspannt. Am Long Beach wo auch unser Hotel ist sind nur im Norden vom Strand ein paar Hotels.
Weiter südlich ist alles noch so wie immer.
Für uns ist auf der Insel nochmal für die letzten 2 Tage Vietnam Entspannung am Strand angesagt.
Gegen 16:00 Uhr sind wir in der Hotelanlage. Und auch diesmal meint es das Reisebüro Ethnictravel
gut mit uns. 4 Sterne Anlage direkt am Strand mit allen Bequemlichkeiten dies so gibt
(großer Sony Flachbildschirm, mit VGA-Stecker und DVD-Player, diverse DVD-Sammlung mit Avatar, 2012 usw.
großes Bett, Balkon, Fahrräder für Lau, Pol, Massageangebote, Tennisplatz, Strand mit Bar und
Service an die Strandliege).
Die meisten Gäste sind Bewohner der Russischen Förderation. Die brauchen oder wollen den ganzen
Kram vielleicht. Für uns ist es ein bissel zu viel des guten.
Es ist wie in einem anderem Land in so ner Anlage. Draußen ist das harte einfache Leben mit den Buden
an der Strasse und dem entsprechenden Müll und in der Hotelanlage wird so getan als ist alles schön.
Abends gehen wir kurz in die Strandbar (hier sind wir die einzigen) trinken nen Cocktail bis uns
die Mücken ins Bett jagen.
Am nächsten Tag (unser vorletzter Tag in Vietnam) ist eigentlich Strand angesagt. Aber wies nun mal
so ist, hält uns nichts in der Hotelanlage also aus dem Hotel raus,
auf die andere Strasseseite gelaufen, nen Moped für 10 Dollar den Tag gemietet und rauf auf die Piste,
Insel erkunden ist die Devise.
Da die Sonne auch nicht scheint verpassen wir am Strand sowieso nichts.
Wir fahren erstmal Richtung Süden. Nach 2 km ist die Betonstrasse vorbei und es gibt nur noch rote
Sandpiste. Jedes Auto was überholt bzw. entgegenkommt wirbelt eine Staubwolke auf die uns zwingt
jedesmal fast anzuhalten.
Es gibt auch keine Hotels mehr nur noch Fischerdörfer deren Bewohner in teilweise sehr ärmlichen
Verhältnissen leben. Die Hütten sind teileiweise aus Stroh und bei manchen gibt es nur ein Bambusgerüst
welches mit blauer Abdeckplane überspannt ist.
Wir fahren bis an die Südspitze nach An Thoi. Schauen uns in dem kleinem Hafen um und fahren dann
wieder nach Norden. Hier gibt es wieder eine schmale Betonpiste. Rechts bzw. links der Piste wird
zur Zeit eine Schneise durch die Insel geschlagen um hier mal nen größere Strasse bauen zu können.
So wies aussieht wird das aber noch nen paar Jahre dauern.
Wir machen Stop beim Wasserfall Suoi Tranh, bezahlen 7000 Dong Eintritt und laufen los.
Nur irgendwie finden wir kein Wasser. Der Flusslauf ist bis auf ein kleines Rinnsal etwas oberhalb
total trocken. Wir laufen bis zum Ende des Weges finden nüscht als Wald und Steine und drehen
dann wieder rum. Das hätte der Kassierer auch sagen können das es heute nur ein Fall ist.
Naja, auf dem Rückweg zum Hotel noch kurz durch die "Hauptstadt" der Insel gekurvt und das
Moped wieder abgegeben. Da an der Stelle wo wir das Moped ausgeliehen haben keiner ist,
lassen wir das Moped einfach stehen. Der Strassenladenbesitzer nebendran meint das ist OK.
Wir gehen dann doch mal an den Strand, aber die Sonne meint es immer noch nicht gut mit uns.
Der Himmel bleibt voller Wolken.
Am nächsten Tag ist Rückflug nach Saigon angesagt.
Der Flug mit der kleinen Propellermaschine geht gegen 14:00 Uhr und dauert ca. 1 h.
Es ist dann doch immer nen bissel komisch mit so nem kleinem Flugzeug zu fliegen.
Man merkt jede Windböe und jedes Flugmanöver irgendwie direkter.
Wir sind froh heil wieder unten zu sein.
Noch fix die Rucksäcke geholt und ab zum Taxistand.
Mein Rucksack ist hinten am Rückenpolster komisch nass. Eine Geruchsprobe ergibt: Fischsauce -
na toll hat irgend so ein Hirni im Flieger die Pulle mit der Fischsauce nicht richtig zu gemacht.
Naja kurz Klopapier geholt und das Rückenpolster nen bissel trocken getupft. Gegen den
Geruch haben wir erstmal kein Mittel. Der Geruch von mir und der Sauce gibt ein herliches
Aroma.
Im Hotel in Saigon eingescheckt und nochmal los ins Gewühle. Ich brauch ne externe Festplatte.
Nach 1h suchen haben wir auch was gescheites gefunden. Es ist die gleiche Festplatte
von Seagat welche ich mir schon in Neuseeland gekauft hatte. Nur hier ist se 2 drittel billiger.
(in Neusseeland wars extrem teuer).
Dann noch ein letztes Mal lecker Vietamesich Essen gegangen und dann noch nen paar
Souveniers gekauft und wieder ab ins Hotel, Klamotte packen. Morgen gehts, 6:30 Uhr los zum
Flieger nach Colombo.
Fazit:
Vietnam ist auf jeden Fall, nicht nur wegen des herausragendem Essen, eine Reise Wert.
Das Land bietet vom abgeschiedenen Dorfleben, über schöne alte Kulturstätten, diverse
Strände und pulsierenden Metropolen wie Hanoi oder Saigon einen Mix von allem was wir uns
gewünscht haben.
Die Leute sind trotz der teilweisen Armut sehr sehr freundlich und haben immer ein Lächeln
auf dem Gesicht.
Wir hatten die 4 Wochen Reise quer von Nord nach Süd nicht einmal eine böse Überraschung erlebt.
Alles lief wie am schnürchen, auch ohne irgendwelche Buchungszettel.
Der nächste Bericht steht dann bei Reise
Sri Lanka
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